Mittwoch, 25. Juni 2014

Alles nur Müll ...

Umweltschutz geht uns alle an. Bereits als kleiner Stöpsel wusste ich, dass wir zerstörerisch auf unsere Umwelt einwirken und dass wir aber auf der anderen Seite auf unsere Mutter Erde ziemlich angewiesen sind. Ja, eigentlich weiß das jedes Kind, zumindest die, die nicht nur mit Pokemon und Barbie zugeschissen werden und Konsumgüter als alleinigen Lebenssinn zu schätzen wissen. Wie sehr hatte ich mich gefreut, als es auf einmal so was wie eine grüne Partei gab. Inzwischen sind die Bürger so bewegt, dass auch die anderen politischen Köpfe gemerkt haben, dass auch sie etwas tun müssen, weil sonst die Wähler komplett abspringen und sich Vertreter mit Idealen suchen. Zugegeben, die Grünen haben sich inzwischen auch ziemlich von ihren einstigen Idealen entfernt, aber vielleicht haben sie damals als strickende und Baby säugende Parlamentsvertreter in Jesus-Latschen und Wollpullis genau so ihren Zweck erfüllt ... einen Stein ins rollen zu bringen. Und fürwahr, man hat wirklich den Verdacht, dass etwas rollt. Ich bin begeistert und mach mit. Alle Glühbirnen werden ausgetauscht, Müll wird jetzt gewaschen und getrennt, in den Kühlschrank kommt nur noch Bio. Wenn man jedoch die viel gepriesenen Maßnahmen mal genauer unter die Lupe nimmt, stellt man eines fest: Sie taugen nix! Energiesparlampen beinhalten hochgiftiges Quecksilber und werden deshalb wieder aus dem Verkehr gezogen, Gelbe Säcke stapeln sich auf stink-normalen Mülldeponien, Ökosprit führt zur Abholzung des Regenwaldes und zur Vernichtung von Anbauflächen von Nahrungsmitteln und Bio-Rohkost kann uns mit gefährlichen Pilzsporen vergiften. Es ist doch zum Haare raufen, zum Mäuse melken und schlicht und ergreifend zum verzweifeln ... Jüngste Ereignisse setzen dem Ganzen noch die Krone auf. So werden Atomkraftwerke dem Bürger als umweltschonende Stromerzeugungs-Maßnahme verkauft. Geflissentlich wird dabei die Diskussion vermieden, was mit dem Strahlenmüll denn nun passieren soll. Da beschleicht mich doch langsam der Verdacht, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugeht. Aber ich will ja nicht mal den Politikern die Schuld daran geben. Vielleicht handeln die wirklich nach besten Wissen und Gewissen und werden selbst nur Opfer einer skrupellosen Industrie, die uns allen etwas vorgaukeln möchte und bei der es einzig und alleine darum geht, Kohle zu scheffeln. Sie alle bekommen doch sowieso eine amtliche Merkbefreiung bei Amtsantritt ausgestellt. Wie sonst soll es möglich sein, dass eine Politikerin, die  über Vorratsdatenspeicherung und Sperrung von Kinderpronographie-Seiten mitentscheidet, keine Antwort auf die Frage hat, was ein Brower ist? Schließlich legte sie kurz zuvor das „Gesetz zur Klärung der Vaterschaft unabhängig vom Anfechtungsverfahren“ vor und musste da erst mal lernen, wie das denn nun mit dem Bienchen und Blümchen funktioniert ...

(Kolumne "I like lifestyle" Sommer-Ausgabe 2011)

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