Mittwoch, 25. Juni 2014

Die Antwort ist Liebe!

Wie war nochmal die Frage?

Wir alle begeben uns im Laufe unseres Lebens wohl irgendwo auf eine Sinnsuche. Warum sind wir hier? Wo sollen wir hin? Und zwischendrin stellen sich viele viele weitere Fragen. Meist kommen Fragen auf, wenn wir uns unwohl fühlen, ganz gleich welcher Art. Wenn wir etwas tiefer graben, entdecken wir, dass ein Gefühl dahinter steckt, und zwar die Angst. Die Angst, etwas oder jemanden zu verlieren, die Angst vor Verlust von Lebensqualität oder gar die Angst um das eigene Leben. Und die Fragen, die daraus resultieren, sind immer solche, die mit der Erwartung einher gehen, dass es einem besser gehen möge. Die Antwort darauf wurde uns schon oft gegeben, von Philosophen, religiösen Führern und Propheten. Und doch zählt diese nichts, wenn man sie nicht höchstpersönlich erlebt und verinnerlicht, denn diese Antwort ist nicht mit dem Verstand zu begreifen, sondern nur mit dem Herzen und durchs eigene Erleben.


Jesus stellte das Gebot der Liebe an oberste Stelle. "Liebe Gott" und "Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst!" Hier wird als wichtigstes Gebot – die allumfassende Liebe – verordnet, nämlich zur Schöpfung, zu sich selbst und zum Anderen. Er hat sogar die Liebe zum Feind mit eingeschlossen. Bei den Buddhisten ist die Liebe ein Bestandteil der sogennanten vier Unermesslichen: "... übe dich in liebender Freundlichkeit, um Ärger zu überwinden. Liebende Freundlichkeit hat die Fähigkeit, anderen Glück zu bringen, ohne etwas als Gegenleistung zu verlangen." Der Psychologe Timothy Leary ist nach seiner Reise durch die sieben Bewusstseinebenen ebenfalls zum Schluss gekommen, dass die Antwort auf alles die Liebe sei. Diese Antwort wurde vielleicht auch im "Anhalter durch die Galaxis" versteckt platziert. Auf die Frage "nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ hat nach ein paar Millionen Jahren der künstlich hergestellte Computer Erde schließlich die Antwort "42" ausgespuckt. Numerologisch gesehen, wäre das die Quersumme 6 und im Tarot treffen wir hier auf "die Liebenden", als Summe des Vaters und der großen Mutter, dem Herrscher (4) und der Hohenpriestern (2).

Soweit so gut, reduzieren wir jetzt einmal alle Gefühle, die es gibt, der Einfachheit halber auf die zwei stärksten: Liebe und Angst. Die Liebe beschreibt also alle positiven Gefühle und auf der Angst beruhen alle negativen Gefühle. Ähnlich wie beim Höhlengleichnis von Platon wäre die Angst eine Abwesenheit von Liebe und somit die zweite Seite einer Medaille, wie die Funktionsweise eines Computers 0 und 1 – Strom an oder aus. Ist der Fluss an liebender Energie also unterbrochen, macht sich Angst breit. Im Umkehrschluss kann jede Form von Angst mit Liebe als bewusste Entscheidung ausgemerzt werden, so wie der Schatten mit Hilfe von Licht vertrieben wird. Und zwar nicht nur die Art von Liebe, die auf ein anderes Individuum projeziert wird, sondern allen voran die Liebe zu sich selbst und zu allem was ist. Denn projezierte Liebe bringt Erwartungen mit sich, die wie wir alle wissen, „ent-täuscht“ werden können. Mystiker bezeichnen diese Art von allumfassender Liebe als die göttliche Liebe ohne Grenzen. Es muss nur der kleine Schalter umgelegt werden! Doch ganz egal, ob die Liebe jetzt nun wirklich die Antwort auf alle Fragen ist, eines ist sicher: Es lebt sich einfach besser mit einem liebenden Blick auf Menschen oder Situationen. Wer kennt es nicht, das geheimnisvolle Gefühl, das unseren Körper dazu bringt Endorphine auszuschütten. Sind wir nicht erfolgreicher, wenn wir unsere Arbeit lieben? Ist der Tag nicht schöner, wenn wir liebevollen Menschen begegnen? Und schließlich ist die Liebe das einzige, das sich schnell vermehrt, wenn man es verschenkt! 
(Kolumne "I like lifestyle" Sommer 2011)

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