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Mittwoch, 25. Juni 2014

Hilfe, ich bin ein Sandwich-Kind

Ich bin ein mittleres Kind, meine Schwester wurde vier Jahre nach mir geboren und ich sehe heute noch, wie meine Mutter mit ihrem dicken Bauch im Schlafzimmer steht. Das ganze kam mir von Anfang an reichlich komisch vor. Es bahnt sich etwas an, das wusste ich. Irgendwann wurde sie dann sogar geboren, meine kleine Schwester. "Was für ein hübsches Kind", habe ich ständig anhören müssen. "Wie süß die Kleine doch ist" ... Keiner merkte mehr, wer doch Mamas wirkliche Prinzessin ist, und wie hübsch und klug ich war. Plötzlich war nicht nur die Aufmerksamkeit meiner Mutter seltener geworden, nein auch mein Bruder musste noch eine gewisse Begeisterung für das unmögliche schreiende Ding zur Schau stellen. Die Göre entwickelt ganz eindeutig zu viel Selbstbewusstsein. Das musste unterbunden werden und bei dieser Mission konnte ich durchaus ziemlich bösartige Züge entwickeln. Wenn sie gerügt wurde, lachte ich mir ins Fäustchen. Wenn mein Bruder mir was geschenkt hatte, wedelte ich es vor ihrer Nase. Und jedes Gramm zu viel auf ihren Hüften benutzte ich als Trophäe der Rache. Für Psychologen ist das mittlere Kind ein höchst interessantes Studienobjekt. Da stand ich damals plötzlich und habe meinen Sonderstatus als Nesthäkchen verloren, einfach ersatzlos gestrichen. In diesem Niemandsland habe ich mir also jetzt mein einsames Lager aufgebaut. Das muss auch die Phase gewesen sein, als ich mich ständig auf den Boden geworfen hatte und nicht mehr aufhören wollte zu plärren. Meine Mutter hat in ihrer Verzweiflung irgendwann mal ihre Jacke geschnappt und meinte zu mir, sie geht jetzt und verließ das Haus. Zu meinem Sandwichkind-Syndrom paarten sich just in diesem Moment auch noch Verlassenheitsängste dazu. Ich hab mich nie mehr auf den Boden geworfen, so sehr musste ich wohl traumatisiert gewesen sein. Schwer geschädigt habe ich schließlich meine Kindheit und Jugend irgendwie doch hinter mich gebracht und bin ausgezogen. Während mein Bruder eine Familie gegründet hat, hat mich meine Schwester regelmäßig besucht. Bei unseren geistigen Streifzügen durch die Kindheit erwähnte sie immer wieder, wie gemein sie zu mir war und wie oft ich ihr beigestanden hätte, wenn sie nicht mehr weiter wusste. So unterschiedlich kann die Wahrnehmung sein … Wir erinnerten uns, wie viel Spaß wir zusammen hatten in unserem gemeinsamen Kinderzimmer. Da fällt mir ein, ich muss sie unbedingt anrufen, um ihr den neuesten Klatsch und Tratsch zu erzählen und ich will auch unbedingt wissen, was sie als Stewardess auf ihrer letzten Reise erlebt hat. Sie wurde zu meiner Vertrauten, wir teilen alle unsere Sorgen, wir lachen zusammen über die blödesten Dinge. Sie steht zu 100 % hinter mir und ich hinter ihr. Wir sind einfach ein tolles Team! Ich bin wirklich stolz auf sie, auf meine hübsche und kluge kleine Schwester. Vielleicht ist es ja doch nicht so schlimm die Mittlere zu sein, denn schließlich ist der Belag ja das Beste am Sandwich! 


(Kolumne "I like lifestyle)

Die Antwort ist Liebe!

Wie war nochmal die Frage?

Wir alle begeben uns im Laufe unseres Lebens wohl irgendwo auf eine Sinnsuche. Warum sind wir hier? Wo sollen wir hin? Und zwischendrin stellen sich viele viele weitere Fragen. Meist kommen Fragen auf, wenn wir uns unwohl fühlen, ganz gleich welcher Art. Wenn wir etwas tiefer graben, entdecken wir, dass ein Gefühl dahinter steckt, und zwar die Angst. Die Angst, etwas oder jemanden zu verlieren, die Angst vor Verlust von Lebensqualität oder gar die Angst um das eigene Leben. Und die Fragen, die daraus resultieren, sind immer solche, die mit der Erwartung einher gehen, dass es einem besser gehen möge. Die Antwort darauf wurde uns schon oft gegeben, von Philosophen, religiösen Führern und Propheten. Und doch zählt diese nichts, wenn man sie nicht höchstpersönlich erlebt und verinnerlicht, denn diese Antwort ist nicht mit dem Verstand zu begreifen, sondern nur mit dem Herzen und durchs eigene Erleben.


Jesus stellte das Gebot der Liebe an oberste Stelle. "Liebe Gott" und "Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst!" Hier wird als wichtigstes Gebot – die allumfassende Liebe – verordnet, nämlich zur Schöpfung, zu sich selbst und zum Anderen. Er hat sogar die Liebe zum Feind mit eingeschlossen. Bei den Buddhisten ist die Liebe ein Bestandteil der sogennanten vier Unermesslichen: "... übe dich in liebender Freundlichkeit, um Ärger zu überwinden. Liebende Freundlichkeit hat die Fähigkeit, anderen Glück zu bringen, ohne etwas als Gegenleistung zu verlangen." Der Psychologe Timothy Leary ist nach seiner Reise durch die sieben Bewusstseinebenen ebenfalls zum Schluss gekommen, dass die Antwort auf alles die Liebe sei. Diese Antwort wurde vielleicht auch im "Anhalter durch die Galaxis" versteckt platziert. Auf die Frage "nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ hat nach ein paar Millionen Jahren der künstlich hergestellte Computer Erde schließlich die Antwort "42" ausgespuckt. Numerologisch gesehen, wäre das die Quersumme 6 und im Tarot treffen wir hier auf "die Liebenden", als Summe des Vaters und der großen Mutter, dem Herrscher (4) und der Hohenpriestern (2).

Soweit so gut, reduzieren wir jetzt einmal alle Gefühle, die es gibt, der Einfachheit halber auf die zwei stärksten: Liebe und Angst. Die Liebe beschreibt also alle positiven Gefühle und auf der Angst beruhen alle negativen Gefühle. Ähnlich wie beim Höhlengleichnis von Platon wäre die Angst eine Abwesenheit von Liebe und somit die zweite Seite einer Medaille, wie die Funktionsweise eines Computers 0 und 1 – Strom an oder aus. Ist der Fluss an liebender Energie also unterbrochen, macht sich Angst breit. Im Umkehrschluss kann jede Form von Angst mit Liebe als bewusste Entscheidung ausgemerzt werden, so wie der Schatten mit Hilfe von Licht vertrieben wird. Und zwar nicht nur die Art von Liebe, die auf ein anderes Individuum projeziert wird, sondern allen voran die Liebe zu sich selbst und zu allem was ist. Denn projezierte Liebe bringt Erwartungen mit sich, die wie wir alle wissen, „ent-täuscht“ werden können. Mystiker bezeichnen diese Art von allumfassender Liebe als die göttliche Liebe ohne Grenzen. Es muss nur der kleine Schalter umgelegt werden! Doch ganz egal, ob die Liebe jetzt nun wirklich die Antwort auf alle Fragen ist, eines ist sicher: Es lebt sich einfach besser mit einem liebenden Blick auf Menschen oder Situationen. Wer kennt es nicht, das geheimnisvolle Gefühl, das unseren Körper dazu bringt Endorphine auszuschütten. Sind wir nicht erfolgreicher, wenn wir unsere Arbeit lieben? Ist der Tag nicht schöner, wenn wir liebevollen Menschen begegnen? Und schließlich ist die Liebe das einzige, das sich schnell vermehrt, wenn man es verschenkt! 
(Kolumne "I like lifestyle" Sommer 2011)

Netzfundstück oder

Wer braucht schon einen Priester?


Die Beichte ist in den letzten Jahrzehnten doch ziemlich aus der Mode gekommen. Ich erinnere mich noch an meine Kindertage, als es üblich war, einmal in der Woche am Beichtstuhl Schlange zu stehen, um dann hinter einem Vorhang alle seine – damals doch eher kleinen – Sünden reumütig zu gestehen. Mittlerweile ist es out in die Kirche zu gehen, aber es scheint ein Bedürfnis der Menschen zu sein, sich die Missetaten von der Seele zu reden und dadurch im besten Falle auch Erleichterung zu erlangen. Das ist nun anonym und virtuell möglich: im www.beichthaus.com. Hier wird hemmungslos gebeichtet, was das Gewissen belastet. Jeder kann mitlesen und sich sein eigenes Urteil über die Sünden der anderen bilden. Dass da der eine oder andere Lacher dabei ist, davon kann man ausgehen. So beichtet ein äußerst übler Mitbürger, dass er im Küchen-Einrichtungshaus böswillig alle Herde mit graphischem Menü auf kyrillisch umgestellt hat. Ein 23-jähriger Geschichtsstudent, gesteht, dass er sich mit seinem selbst gehäkelten Clown regelmäßig unterhält und ihm das Amt des Innenministers verliehen hat. Ein eifersüchtiger Bruder schildert im Detail, wie er freche Facebook-Sprüche seiner hübschen Schwester anonym an die Eltern geschickt hat. Auch die Rache eines Haustechnikers in einem Nobelhotel liest sich recht amüsant. Weil ein arabischer Scheich ihm fürs Koffer schleppen kein Trinkgeld gegeben hatte, hat er kurzerhand den Pfeil, der zu Orientierung nach Mekka deuteten sollte, verdreht. So hat der Scheich – ich zitiere wörtlich – „jeden Tag mit dem Arsch nach Mekka gebetet“. Diese Tat hält sicherlich ein Plätzchen in der Hölle bereit! Während ich mich an den Sünden der anderen ergötze, frage ich mich, was ich denn zu beichten hätte und mir fällt sofort eine Missetat ein. Bei unserem Umzug hatte ich einen Sack mit Müll vor’s Haus gestellt. Da darin eine Essigflasche lag, die ausgelaufen war, habe ich diesen Sack nicht wie geplant zur Müllsammelstelle gebracht, weil die Mülltonnen bereits restlos mit unseren Tapetenresten vollgestopft waren, sondern erst mal stehen lassen. Kurzerhand packte ich schließlich den schweren Sack und habe ihn in die anonyme Einfahrt geschleift, nicht wissend, dass ich dabei eine schöne Essigspur hinter mir hergezogen hatte, die von unserem Fenster sehr deutlich über den ganzen Gehsteig bis in die Einfahrt reichte. Unser ungeliebter Hausmeister, der regelmäßig bei uns Sturm geklingelt hat und eher weniger nett zur Hofreinigung aufgerufen hatte, stand nicht viel später vor der Tür und hatte das Geschehen natürlich eindringlich zu beanstanden. Ich wusste ja von meiner Sünde, die ich begangen hatte, mein Freund jedoch nicht. Deshalb brachte er seine Gegenwehr auch richtig glaubwürdig vor und behauptete lautstark, wie seien das nicht gewesen! Ich stand im Flur und musste grinsen. Der Hausmeister hat sich schnell getrollt, wohlwissend, dass es hier keinerlei wirklich stichhaltige Beweise gibt und auch etwas ängstlich, da er von uns nicht mit so einer Gegenwehr gerechnet hatte, wo wir doch bisher immer brav seinen stumklingelnden Ermahnungen nachgekommen sind. Meine Rache an den Hausmeister saß und mein Freund hatte endlich Gelegenheit, sich bei dem stressigen Umzug mal so richtig schön abzureagieren. Wir müssen heute noch darüber lachen. Aber seid gewiss, liebe Leser, ich weiß genau, dass das boshaft, hintertrieben und gemein war und werde mindestens drei „Vater unser“ beten! 

Die lieben Nachbarn

Von russischen Spätgesängen und Balkonkräutern mit Beilagen


Vor ein paar Jahren ist in der Wohnung über uns ein junges russisches Pärchen eingezogen. Sie sind wirklich nett und überdies auch sehr adrett, aber ein paar Eigenarten haben sie, die uns schier zur Verzweiflung treiben ... Gleich der Einzug wurde – nach einer sechswöchigen Renovierungsphase – mit einem rauschenden Fest gefeiert. Das heißt im Klartext, ca. 25 feierlustige russische Mitbürger sind ins Haus eingefallen und haben eine Party gefeiert, die man nur schwer überbieten kann. Wir denken mal, Vodka floss in rauhen Mengen, auch einige Jackie-Flaschen wurden gesichtet. Ab einem gewissen Alkoholpegel fing die Partycrew lautstark an zu singen, und zu noch späterer Stunde wurde der Gesang durch kollektives Aufstampfen auf den Boden begleitet. Nun muss man wissen, dass es sich um eine Altbauwohnung handelt und die Zwischendecken hohl sind. Es grenzt an ein Wunder, dass die Zimmerdecke, wohlgemerkt ca. 1,20 m direkt über unseren Köpfen, stand gehalten hat. Aber die Nacht ging vorüber, zwar schlaflos, aber man kann ja mal ein Auge zudrücken, bzw. in dieser Nacht nicht wirklich ... Dass daraus viele Augen werden sollten, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Die allwochenendlichen Trink-, Gesangs- und Stampforgien scheinen wirklich tief in der russischen Kultur verankert zu sein. Pünktlich jeden Freitag und Samstag Abend fielen die Horden wieder über uns ein. Nun ja, es hat ca. 2 Jahre gedauert, bis wir die Nachbarn endlich – durch gutes Zureden, unzähligen Anrufen ab 2 Uhr nachts und Flyer-Einwürfen von Karaoke-Bars und Discos in der Stadt – so weit hatten, die Feierei aufzugeben. Zumindest verfügen wir jetzt über ein beträchtliches Repertoire an russischem Liedgut. Endlich wieder ruhige Nächte mit der Option auf süße Träume an den Wochenenden und vor den Feiertagen! Dachten wir ... Dass die Russen auch ein überaus reinliches Volk sein dürften, wurde uns erst durch die ausgiebigen Wäschemarathons des jungen Pärchens bewusst. Von morgens um 7 Uhr bis teilweise nachts um eins liefen nun Waschmaschine und Trockner im Duett und versuchten sich gegenseitig an Dröhnung zu überbieten. (Die hatten wir vorher im Partylärm wahrscheinlich schlicht und ergreifend nicht wahrgenommen.) Und zwar tagtäglich, tagein, tagaus! Schade nur, daß die Vibrationen und das dumpfe Brummgeräusch durch die hohle Decke so richtig schön Schall gewinnt und der sich vor allem in den Kissen im Schlafzimmer darunter so richtig wohl fühlt. Nach ca. zwei bis vier weiteren Jahren hatten wir sie dann auch soweit, nach 21 Uhr der Waschmaschine und dem Trockner auch mal eine Pause zu gönnen. Bei all den bisherigen Tumult sehen wir großzügig über die geschnitten Finger- und Fußnägel und über die Zigarettenasche hinweg, die sich in meinen Kräutern auf dem Balkon unter dem ihrigen in regelmäßigen Abständen auffinden lassen. Das Baby, das jetzt ein halbes Jahr alt ist, verhält sich jedoch unglaublich ruhig. Nur selten hört man es schreien. Viel öfter den Papa, der sein Kind mit brunftähnlichen Geräuschen zu unterhalten versucht. Der kleine Wonneproppen ist dadurch wahrscheinlich so eingeschüchtert, dass er sich gar nicht traut zu meckern. Jaja, die lieben Nachbarn über uns ... aber nett sind sind ja eigentlich schon, und lernfähig (wenn auch seeehr langsam) anscheinend auch …


(Kolumne "I like lifestyle" Herbstausgabe 2011)

Alles nur Müll ...

Umweltschutz geht uns alle an. Bereits als kleiner Stöpsel wusste ich, dass wir zerstörerisch auf unsere Umwelt einwirken und dass wir aber auf der anderen Seite auf unsere Mutter Erde ziemlich angewiesen sind. Ja, eigentlich weiß das jedes Kind, zumindest die, die nicht nur mit Pokemon und Barbie zugeschissen werden und Konsumgüter als alleinigen Lebenssinn zu schätzen wissen. Wie sehr hatte ich mich gefreut, als es auf einmal so was wie eine grüne Partei gab. Inzwischen sind die Bürger so bewegt, dass auch die anderen politischen Köpfe gemerkt haben, dass auch sie etwas tun müssen, weil sonst die Wähler komplett abspringen und sich Vertreter mit Idealen suchen. Zugegeben, die Grünen haben sich inzwischen auch ziemlich von ihren einstigen Idealen entfernt, aber vielleicht haben sie damals als strickende und Baby säugende Parlamentsvertreter in Jesus-Latschen und Wollpullis genau so ihren Zweck erfüllt ... einen Stein ins rollen zu bringen. Und fürwahr, man hat wirklich den Verdacht, dass etwas rollt. Ich bin begeistert und mach mit. Alle Glühbirnen werden ausgetauscht, Müll wird jetzt gewaschen und getrennt, in den Kühlschrank kommt nur noch Bio. Wenn man jedoch die viel gepriesenen Maßnahmen mal genauer unter die Lupe nimmt, stellt man eines fest: Sie taugen nix! Energiesparlampen beinhalten hochgiftiges Quecksilber und werden deshalb wieder aus dem Verkehr gezogen, Gelbe Säcke stapeln sich auf stink-normalen Mülldeponien, Ökosprit führt zur Abholzung des Regenwaldes und zur Vernichtung von Anbauflächen von Nahrungsmitteln und Bio-Rohkost kann uns mit gefährlichen Pilzsporen vergiften. Es ist doch zum Haare raufen, zum Mäuse melken und schlicht und ergreifend zum verzweifeln ... Jüngste Ereignisse setzen dem Ganzen noch die Krone auf. So werden Atomkraftwerke dem Bürger als umweltschonende Stromerzeugungs-Maßnahme verkauft. Geflissentlich wird dabei die Diskussion vermieden, was mit dem Strahlenmüll denn nun passieren soll. Da beschleicht mich doch langsam der Verdacht, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugeht. Aber ich will ja nicht mal den Politikern die Schuld daran geben. Vielleicht handeln die wirklich nach besten Wissen und Gewissen und werden selbst nur Opfer einer skrupellosen Industrie, die uns allen etwas vorgaukeln möchte und bei der es einzig und alleine darum geht, Kohle zu scheffeln. Sie alle bekommen doch sowieso eine amtliche Merkbefreiung bei Amtsantritt ausgestellt. Wie sonst soll es möglich sein, dass eine Politikerin, die  über Vorratsdatenspeicherung und Sperrung von Kinderpronographie-Seiten mitentscheidet, keine Antwort auf die Frage hat, was ein Brower ist? Schließlich legte sie kurz zuvor das „Gesetz zur Klärung der Vaterschaft unabhängig vom Anfechtungsverfahren“ vor und musste da erst mal lernen, wie das denn nun mit dem Bienchen und Blümchen funktioniert ...

(Kolumne "I like lifestyle" Sommer-Ausgabe 2011)